Bunt ist gesund – auch für die Kleinsten!

Gemüse ist gesund. Sehr gesund. Richtig gesund! Aber lasst mich raten: Das reicht als Argument für Eure Kleinen nicht aus? Vielleicht kriegt Ihr sie ja über die Farben. Denn bunt ist gesund!

Bunt ist gesund! 

Die Frage ist ja: Warum ist Gemüse eigentlich gesund? Klar, wegen der vielen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – das wissen oft schon die Allerkleinsten. Was Gemüse noch sehr gesund macht, sind die sekundären Pflanzenstoffe. Das ist ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Substanzen, die in Pflanzen vorkommen – “sekundär” heißen sie, weil sie für die Pflanzen nicht lebensnotwendig sind. Viele der sekundären Pflanzenstoffe sind supergesund für uns Menschen, ähnlich wie Vitamine haben sie ganz unterschiedliche Wirkungen. 

Bunte Ernährung für Kleinkinder 

Das Tolle ist: Viele dieser sekundären Pflanzenstoffe sind nicht nur gesund, sie färben die Lebensmittel auch noch knallbunt. Das sieht auf dem Teller super aus und gleichzeitig machen die Farben es unseren Kleinen ein bisschen greifbarer, was genau dieses “gesund” eigentlich sein soll: 

Rot fürs Herz

Einfach zu merken: Rote Lebensmittel, vor allem Gemüse, sind gut für Herz und Kreislauf. Rot werden sie unter anderem durch den Farbstoff Lycopin, der eine krebsvorbeugende Wirkung zu haben scheint. Außerdem enthalten die meisten roten Lebensmittel viel Vitamin C und Flavinoide, die das Immunsystem stärken. 

Wie erklär ich das dem Kind: Rote Paprika hilft Dir, dass Du bei der nächsten Erkältung schneller wieder gesund wirst. 

Grün für die Knochen

Grünes Gemüse ist grün, weil es Chlorophyll enthält. Diesen Farbstoff kennen wir Eltern noch aus dem Biounterricht –  Stichwort Photosynthese. Unserem Körper hilft Chlorophyll beim Zellaufbau und dabei, die Speicher bei Magnesium- oder Eisenmangel wieder aufzufüllen. Generell haben grüne Lebensmittel übrigens eine sehr hohe Nährstoffdichte, enthalten vergleichsweise viel Vitamin A, C, E und K, außerdem Folsäure und Kalium. Das ist gut fürs Immunsystem, aber vor allem für den Knochenaufbau und die Blutreinigung. 

Wie erklär ich das dem Kind: Brokkoli macht Dich groß und stark! 

Gelb und orange für die Augen 

Gelbe und orangene Lebensmittel enthalten Carotinode und Beta-Carotinoide. Die werden vom Körper in Vitamin A umgewandelt und sind wichtig für unser Sehvermögen – jeder Sehvorgang “verbraucht” Vitamin A, deshalb sollten die Speicher regelmäßig aufgefüllt werden. 

Wie erklär ich das dem Kind: Süßkartoffel lässt Dich gut sehen. 

Lila und Blau für den Kopf 

Anthocyane heißen die Stoffe, die Blaubeeren, Blaukraut und Auberginen ihre leuchtende Farbe geben. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken entzündungshemmend und fangen freie Radikale. Das schützt Nervenzellen und hilft beispielsweise, dass Informationen im Gehirn besser verarbeitet werden. 

Wie erklär ich das dem Kind: Blaubeeren machen dich schlau … Auberginen übrigens auch. 

Bunt, bunt, bunt ist alles auf dem Teller … 

Fünfmal am Tag also buntes Obst und Gemüse und schwupps! klappt es schon wunderbar mit der gesunden Ernährung für Kleinkinder. Die Regel “bunt ist gesund” gilt übrigens nur bei Obst und Gemüse – knallpinke Zuckerglasur, Schlumpfeis und Regenbogenlolli zählen leider nicht dazu … 

Foto von Sharon McCutcheon