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Wie krieg ich das Gemüse ins Kind – Rote Bete

Anna und ich hatten in der letzten Woche unabhängig voneinander die gleiche Idee: Es war mal wieder an der Zeit, die Kinder an die Existenz von Rote Bete zu erinnern. Denn es ist, wie es ist: Trotz der tollen Farbe ist die rote Knolle bei unseren Kindern gleichermaßen unbeliebt – zumindest in ihrer Grundform. 

Wir wissen nicht genau, woran es liegt. Vielleicht ist es die Konsistenz, vielleicht auch der erdige Geschmack … beide Kinder haben es uns noch nicht genau erklärt. 

Gemüse für Kinder?

Dabei ist Rote Bete ja so gesund! Sie enthält jede Menge Folsäure (die kennt Ihr wahrscheinlich noch aus der Schwangerschaft, sie ist gut für die Blutbildung). Außerdem drin: Eisen, Kalium, Kalzium, Jod, Vitamin C und vor allem der rote Farbstoff Betanin, der unser Immunsystem stärkt und Krebs vorbeugen soll. Gut für Stoffwechsel und dank ihrer vielen Ballaststoffe auch für die Verdauung ist die Rote Bete auch noch. Aber, Ihr könnt es Euch denken, all diese Argumente ziehen nicht bei unseren Kleinen. Der schöne Rote-Bete-Salat bekommt hier immer wieder das Prädikat “ungenießbar” verliehen.

Aber wir geben nicht auf. Und vertreten bei der Roten Bete – wie auch bei allen anderen Gemüsesorten – die “Politik der kleinen Schritte”. Wer keine Rote Bete essen mag, muss das ja auch nicht, gut, gar kein Problem. Aber was haltet Ihr denn von kleinen roten Pancakes, von roten Waffeln oder sogar von roten Muffins? Klingt eigentlich ganz interessant, oder?!  

Kinder an Gemüse gewöhnen

Der Trick ist ganz einfach: Ihr ersetzt beim jeweiligen Teig einfach einen Teil der Flüssigkeit durch einen großen Schuss Rote-Bete-Saft. Es reichen echt schon 50 ml, also nur ein paar Esslöffel, und der Teig wird knallrot. Diese Art der Gemüseschummelei kommt – können wir Euch aus Erfahrung sagen – richtig gut an. Natürlich schmecken dann Muffins, Pancakes oder Waffeln ein ganz kleines Bisschen nach Rote Bete. Das stört uns bzw. die Kleinen hier aber wirklich nicht. Wahrscheinlich sind sie auch zu abgelenkt von der aufregenden Farbgebung. Außerdem passt das leichte Rote-Bete-Aroma auch irgendwie zum Apfelmark, das es hier meist zu Waffeln und Co. gibt.

Und ehrlicherweise: Genau so ists ja auch gedacht … Denn mit diesem Saft-Trick könnt Ihr die Kleinen gaaanz langsam und step by step an die Rote Bete heranführen. Von der Roten-Bete-Waffel bis zum Rote-Bete-Rohkostsalat ist es natürlich noch ein weiter Weg. Aber der erste Schritt ist getan und das pinke Gemüse mit ihrem erdigen Aroma sind schonmal positiv abgespeichert – und genau das wollen wir ja: Gemüse positiv besetzen und zeigen, wie vielseitig und vor allem lecker es sein kann. 

Wie krieg ich Rote Bete ins Kind?

Und falls Ihr Euch jetzt denkt: “Ach nö, ich kauf doch keinen Rote-Bete-Saft, nur um dann 50 ml davon zu verwenden!”  – der Saft ist hier mittlerweile auch ziemlich beliebt. Wir servieren ihn gerne als Spezialgetränk zum Abendessen, und zwar als Schorle mit einem Spritzer Zitronensaft. Das klingt jetzt vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber echt eine erfrischende Mischung: Die Zitrone nimmt das Erdige aus der Roten Bete heraus und das Sprudelwasser macht alles schön leicht. Zitrone und Rote Bete ist übrigens auch ernährungstechnisch eine ganz smarte Kombination: Das Vitamin C der Zitrone hilft, dass das Eisen aus der Roten Bete besser aufgenommen wird. Probiert das doch einfach mal aus – vielleicht ist die Rote-Bete-Schorle der zweite Schritt auf dem Weg zum Rohkostsalat … 

Vegane Rote-Bete-Pancakes

Rote-Bete-Waffeln

Die gehen immer: Vegane Rote-Bete-Waffeln … schmecken süß und herzhaft! Bei uns gerne mit Rote-Bete-Salat oder einfach mit eingekochten Kirschen. Hauptsache, die Beilage ist auch rot!
Zubereitungszeit 25 Min.
Gericht Frühstück, Kleinigkeit
Portionen 8 Waffeln

Zutaten
  

  • 100 g Dinkelmehl Type 630
  • 100 g Dinkelvollkornmehl
  • 1-2 TL Backpulver
  • 150 ml Mineralwasser
  • 50 ml Rote-Bete-Saft
  • 2 EL Pflanzenöl

Anleitungen
 

  • Die Mehlsorten in eine Schüssel geben und mit dem Backpulver vermischen.
  • Wasser, Rote-Bete-Saft und Pflanzenöl in einen Mixbecher verrühren, dann zur Backpulver-Mehl-Mischung geben. Alles zu einem glatten Teig rühren
  • Ein Waffeleisen erhitzen. Wenn es heiß genug ist, mithilfe eines Pinsels etwas Öl darauf verteilen. Dann aus dem Teig nach und nach 8 Waffeln backen. Dazu den Teig esslöffelweise in das Waffeleisen füllen und etwa 5 Minuten backen.